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Bionade, Preiserhöhung und Erklärungsversuche

Sonntag, 30. August 2009 7:27

Bionade ist ja laut der Werbung ein sehr gesundes Produkt (wie es dazu kommen soll möge mir bitte mal jemand erklären). Und Gesundheit darf man sich auch was kosten lassen.

Obwohl die Menschen also gewillt sind für ihre Gesundheit einfach mehr zu zahlen entschuldigt sich jetzt Bionade für die teuren Preise. Gut, man müsste jetzt nicht so teuer sein, vielleicht würden die Menschen dann auch nicht auf die billigeren Alternativprodukte zurückgreifen, aber man kann ja die Preise erhöhen. Denn nur so, lässt sich schliesslich zeigen, dass man sich auch was Wert ist. Man lasse sich mal diese Sätze auf der Zunge zergehen:

  1. “Es tut uns unendlich leid, dass wir von manchen als raffgierig angesehen werden”
    Übersetzt sich wohl in: Scheiße, ihr kauft unsere Produkte nicht mehr. Das ist doof. Das tut uns leid. Wir hätten natürlich sowas nicht gemacht, wenn wir das geahnt hätten. Überhaupt, wir und Preise erhöhen?
  2. “Wir allein hätten es in mehreren Schritten gemacht, nicht so, dass man dem Verbraucher frontal eine in die Schnauze haut.”
    Übersetzt sich wohl in: Ok, OK, wir hätten so oder so die Preise erhöht, aber doch nicht in einem Schritt (wie die Banken es “erzwungen” haben), sonder häppchenweise. Sie kennen doch das mit dem Frosch, den man ins Wasser setzt und dann langsam den Boiler aufdreht? Nicht?
  3. “Es ist, als kreisten wir als Biene um unseren Dorfteich und genehmigten uns ab und an ein Schlückchen. Und plötzlich kommen Elefanten, hängen ihren Rüssel rein und fangen an zu saugen.”
    Übersetzt sich wohl in: Wir sind unschuldig. Die Banken sind Schuld, die wollen ihr Geld zurück. Und überhaupt, mit den Problemen die wir haben und hatten, weswegen wir überhaupt sowas wie eine Bank brauchen und unser Unternehmen verkaufen, ja, damit haben wir nun wirklich nicht zu tun!

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bionade-bedauert-Preis-Plus-article481895.html

In dem Sinne: Prost!

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Unitymedia gegen Telekom

Freitag, 21. August 2009 9:22

Der Gewinner diese Woche ist steht in meinen Augen jetzt schon eindeutig fest: Unitymedia.

Unitymedia – von der Firma kann man jetzt halten was man möchte – hat gut auf die Reklame der Telekom reagiert, die sozusagen “bewiesen” hat, dass 1=0 ist – nicht.

Jetzt lädt Unitymedia zum Pinocchio-Gewinnspiel.

Zu gewinnen gibt es eine “Traumreise nach Bonn”, den Konzernsitz der Deutschen Telekom. Unitymedia spendiert neben einer Übernachtung in einem 4-Sterne-Hotel noch einen “Eierlikör-Umtrunk vor einem T-Punkt” sowie angesichts der vermeintlichen Rechenschwäche der Konkurrenz eine persönliche Führung durchs Mathematik-Museum “Arithmeum”. Auf den Plätzen zwei bis zehn winkt immerhin noch eine Pinocchio-Sammelfigur.

Quelle: http://www.dwdl.de/story/22213/unitymedia_macht_sich_ber_die_telekom_lustig/

Das nenne ich mal eine Klasse (Re)Aktion. Das sie Kunden nun selber die Fehler suchen dürfen ist definitiv ein WIN.
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Die Lösung gegen Problempiraten

Mittwoch, 19. August 2009 16:33

Das Problem mit den Piraten auf den Weltmeeren stellt ja eine große Bedrohung dar. Auch deswegen gibt es die Mission Atalanta. Aber jetzt habe ich festgestellt, dass es eine viel ökonomischere Lösung des Problems gibt, auf die selbst ich so nicht gekommen wäre. Und die existiert bereits sogar in der Realität.

Stell dir vor, du wolltest schon immer mal auf Menschen schiessen. Also, ich meine jetzt nicht so am PC, so virtuell, sondern so richtig. Mit Blut. Mit echten Menschen und echten Patronen – echten Opfern. Und nicht ein paar, sondern viele. Garantiert. Und wenn du keine vor die Flinte kriegst, bekommste zumindest die Hälfte deines Geldes erstattet. Achja, und die Waffen, Ausrüstung und alles für die Menschenjagd, das wird wird natürlich gestellt – vermietet. Jeder bekommt da seine Lieblingswaffe, ob P5 oder Granatwerfer.

Ja? Dann auf zur Piratenjagd. Das wird jetzt von Somali Cruises (kein Scherz) angeboten. Für 800 USD pro Tag plus Auslagen in Munition und Waffen werden dir innerhalb von 7 Tagen mindestens 2 Piratenangriffe garantiert. Sonst gibts nen Refund. Für die Nacht gibt es kostenlose Nachtsichtgeräte, Kaffee und Snacks. Angelockt werden die Piraten mit lauter Musik, Festbeleuchtung und geringer Fahrtgeschwindigkeit.

Das ist doch mal ein humaner und einfacher Ansatz das Piratenproblem zu lösen. Ganz ohne gefährdete deutsche Mitbürger Soldaten und ganz ohne Steuergelder.

Quelle: http://www.somalicruises.com/

PS: Sollte das ein Fake sein, herzlichen Glückwunsch. Die Idee an sich ist genial. Satire halt.
Wobei ich fast befürchte, dass das wirklich Realität ist. Die Domain ist auf “Moniker Privacy Services” seit dem 30.04.2009 registriert. Das letzte Update war am 06.05.2009.

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Privatisiert verstaatlichte Post

Mittwoch, 19. August 2009 9:20

Da freut sich Deutschland über die Post, konkret darüber, dass sie privatisiert ist. Das macht nämlich alles günstiger, und freundlicher. Überhaupt, jetzt ist die Post mit DHL ein großer Global Player, ein Weltkonzern. Ein Weltkonzern an dem jeder teilhaben durfte, Volksbeteiligung halt, moderne Verstaatlichung – Volksaktien. Und da muss dann natürlich auch der Service stimmen, gerade weil es dann den Konkurrenzkampf gibt. Gut, das Briefmonopol, das könnte da jetzt mit dem Konkurrenzkampf natürlich ein Problem sein…. aber dafür haben wir ja Volksaktien.

Moment: Service, Dienstleistung, doch nicht etwa auch noch kostspielige Postzustellung? Ich meine, das geht doch nicht, das kostet Geld. Das wäre ja fast so, als ob die Post Telekom flächendeckend Telefonanschlüsse anbieten müsste. Aber man darf nicht vergessen: Reduziert die Post die Kosten nicht ist sie

  1. nicht mehr konkurrenzfähig
  2. arm und kann die Beamten Arbeiter nimmer beschäftigen

Ausserdem: Das ist dein Betrieb, nicht irgend so ne karikative Einrichtung. Also nix mit Staatsknete… nunja, mehr oder weniger.

Jaja, die Amis, Franzosen, Spanier, Russen und Engländer, die haben schon schön einen an der klatsche nicht jeden Trend in der Globalisierung mit zu machen. Die haben nämlich immer noch eine staatliche Post. Und ganz gegen die Vermutung liefern die sogar noch Post bis fast an die Haustür – jeden Tag, außer Sonntags.

Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/post178.html und http://de.wikipedia.org/wiki/Post

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Arme Statistiken

Montag, 17. August 2009 14:30

Ich habe schon Mitleid mit den Statistiken. Immer wird auf sie geschimpft, wobei sie doch gar nichts dafür können. Sie enthalten ja nur die Zahlen. Die lügen auch nicht, Statistiken lügen nicht. Fraglich ist nur, wie man sie interpretiert und wie genau und durchdacht die Messmethode ist, sprich: auch, wie man fragt.

Es macht einen Unterschied ob man fragt: “Können Sie sich vorstellen $Bullshit zu wählen?” oder ob man fragt ob man $Bullshit diesen Sonntag wählen wird. Das ist schon so zu fragen, ob man gegen Kinderpornos ist und damit die Frage beantwortet wer gegen bzw. für Netzsperren sei.

Nur – wie macht man sowas plastisch? Ein gutes Beispiel habe ich bei Symantec gefunden. Dort wird analysiert was die “Kinder” so alles anklicken, was sie suchen, wie lange Sie auf welchen Seiten sind. Und das alles mit deren OneFamiliy Software.

So kommt Symantecs Studie zu dem Schluss, dass nach den bösen Seiten Youtube, Google und Facebook häufiger gesucht wird als nach “Sex”. Aber immerhin – Sex ist auf den 4. Platz der Suchbegriffe gekomm en- ergo ist es schon gefährlich was die Kinder da so suchen. Und überhaupt, früher, also vor dem Internet, da hat sich natürlich niemand über Sex informiert…

Aber egal, Symantec jedenfalls schreibt folgendes: “Symantec has identified the top searches conducted by kids online this summer through its family safety service [...]“. Sie haben also die Suchen der Kinder untersucht.

Dabei haben die “researcher” wohl vollkommen nicht in Betracht gezogen, dass vielleicht nicht nur Kinder vor einem PC sitzen auf dem deren Software installiert ist. Die Vorstellung eines modernen Kindes muss in deren Gehirn aber recht merkwürdig sein. Aber gut, dass könnte jetzt natürlich auch erklären warum dann die ein oder andere Technologie / Idee eben am Markt vorbei geht.

Was beruhigend ist: Kinder suchen häufiger nach Country Sängern (Platz 19) und versuchen sich deutlich häufiger zu bilden (Wikipedia Platz 14) als noch nackten Tatsachen (Porn = 6, Boobs = 28, Pussy = 72). Sex steht halt dennoch irgendwie auf Platz 4. Auch sind sie z.B. interessiert an der Monitoring Software an sich (Norton Safety Minder = 21), als auch an Routenplanung (Mapquest = 36).

Also irgendwie passen diese Kinder nicht so wirklich in ein kindliches Schema. Auch ist interessant, dass die Kinder mehr nach konkreten Songs suchen, als nach nackten Tatsachen. Bei der Erhebungsmethode  und der anschliessenden Datenaufbereitung ist das wirklich erstaunlich.

Wenn man sich also diese Statistik ansieht fragt man sich nur: “Warum sollte ich diese Software kaufen?”. Schliesslich scheinen die Kinder noch alle ganz normal zu sein. Die, die skeptisch sind, können sich natürlich auch fragen ob sie der Statistik trauen können. Die absoluten Zahlen wären hier schon interessant, zumindest hätte man die Datenmasse auch nicht in der Darstellung künstlich auf Ordinalskalenniveau reduzieren müssen…. wobei, so kleine Unterschiede und so wenig Testdichte pro Item würden dann vermutlich doch auffallen…..

Quelle: http://onlinefamilyinfo.norton.com/articles/schools_out.php

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Patentrecht 2.0

Mittwoch, 12. August 2009 13:43

In Deutschland soll ja nach Meinung der großen Volksparteien ein neues Patentrecht eingeführt werden, das besser Ideen und Software “schützt”.

Dummerweise ist sowas aber – wie man an den USA sehen kann die sowas schon haben – dann doch recht innovations- und wirtschaftstötent. So darf Microsoft in 2 Monaten nach einem aktuellen Gerichtsurteil z.B. Microsoft Word nicht mehr verkaufen.
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/US-Gericht-verhaengt-Verkaufsverbot-fuer-XML-faehiges-Microsoft-Word–/meldung/143385

Ich glaube ich sollte mir bald endlich dieses Patent zusichern lassen: “Technik zur energetisch voll recyclebaren Fortbewegung im 3 dimensionalen Raum”. Ja, sowas ist dann auch bei uns möglich. Amazon hat es ja mit “One-Click” vorgemacht. Dann kann man auch die Idee einen Button zu benutzen um eine Bestellung durchzuführen patentieren lassen.
Quelle: http://cse.stanford.edu/class/cs201/projects-99-00/software-patents/amazon.html

Naja, aber mir kanns recht sein, wenn ich für Tod, Geburt und die menschliche Bewegung die dazwischen erfolgt Geld erhalten kann….
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Keine Boni mehr!

Montag, 10. August 2009 22:22

Momentan sind die Boni, also Bonuszahlung, bei den Banken nicht so beliebt. Die durch den Staat gestützen dürfen die nimmer unbegrenzt rausgeben und die Anderen denken wohl, es mache keinen guten Eindruck wenn man eine Bank schluckt, dann Hilfe braucht, und sich für die viele Arbeit dann noch mit einem Boni belohnt.

Deswegen tut man das auch nicht. Bei der (K)Commerzbank nennt man deswegen die Boni jetzt “pauschale, leistungsbezogene Vergütungen für den Mehraufwand”, im KurzSprech also “Extra-Vergütungen”.

Sowas nennt sich dann wohl “absolut glaubwürdiges Dementi”.

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Coba-belohnt-Mitarbeiter-article452054.html
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